Das "Integrative Modell"

in der Gestaltberatung, Supervision und im Coaching

Im integrativen Modell (nach Perls, Petzold, Schreyögg) steht das unmittelbare Erleben im Hier und Jetzt sowie der Kontakt mit anderen Menschen im Vordergrund.

 

Die Methode hilft belastende Situationen im geschützten Rahmen zu erkennen und zu verarbeiten. Die Basis dazu bilden die „5 Säulen der Identität“ nach Petzold (1993).

In der Begleitung geht es darum, Erkenntnisse zu gewinnen, die Veränderung und Neuorientierung ermöglichen. Eine wesentliche Rolle davor spielen bewusstes Wahrnehmen innerer und äußerer Realitäten sowie das Erfassen und Verstehen dieser. Erst dann ist es Menschen möglich, sich „das Erleben erklären zu können“ und sprachliche und handlungsgeleitete Prinzipien abzuleiten, die zu neuer Wirksamkeit führen.

© Barbara Pototschnig – Training . Supervision . Beratung . Coaching

Das integrative Modell verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und beinhaltet analytische, humanistische, körperbezogene, verhaltens- oder systemorientierte Theorien. Welcher Ansatz in der Begleitung in den Vordergrund rückt, wird im Erstgespräch herausgefunden und situationsbedingt adaptiert. Wichtig dabei ist, dass Vertrauen hergestellt wird für eine tragfähige Arbeitsbeziehung.

 

Gewaltfreie Kommunikation

nach Marshall B. Rosenberg (Gesprächstherapie)

Die „Gewaltfreie Kommunikation“ (GfK) nach Marshall B. Rosenberg basiert auf der humanistischen Psychologie. Rosenbergs Lehrer war Carl Rogers (personenzentrierte Gesprächstherapie). Rosenberg wurde von Gandhi und Martin Luther King beeinflusst. Er war ein international bekannter Autor und Konfliktmediator.

Die „Gewaltfreie Kommunikation“ hilft, Differenzen friedlich zu lösen. Es geht darum, Gedankenmuster aufzulösen, die zu Ärger, Depression und (verbaler) Gewalt führen. Die „Gewaltfreie Kommunikation“ ist eine Haltung, die dem Denken und Handeln zugrunde liegt. Die meisten Menschen wollen zum Wohlergehen anderer beitragen. Was ihnen oft fehlt, ist die Strategie dazu.

Rosenberg unterscheidet zwischen Wolfs- und Giraffensprache. Der Wolf sucht die Schuld bei sich oder bei anderen. Die Giraffe hinterfragt Gefühle und Bedürfnisse bei sich und beim Gegenüber auf Basis urteilsfreier Beobachtungen.

 

Konzept der Selbstwirksamkeit

nach Albert Bandura (Verhaltenstheorie)

Die eigene Selbstwirksamkeit hängt von der subjektiven Überzeugung ab, für welche Verhaltensweisen sich Menschen entscheiden, wie viel Anstrengung sie aufwenden und wie viel Ausdauer sie haben, wenn Hindernisse und Misserfolge auftreten. Ferner hängt sie davon ab, ob während des Tuns verhaltensförderliche oder -hinderliche Gedankenmuster ablaufen. Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit erwarten von sich, dass sie unerwartete Situationen und schwierige Probleme lösen können.

Von der Selbstwirksamkeit abhängig ist auch das Ausmaß an Stressempfinden. Das Konzept der Selbstwirksamkeit berücksichtigt die Umwelt genauso und ob sie von den Menschen förderlich oder hemmend erlebt wird. Somit sind Entscheidungen, durchzuhalten oder aufzugeben, nicht nur von der Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten oder Unfähigkeiten abhängig.

 

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