Von mir angewandte Methoden
Hypnosystemisch lösungsorienter Ansatz
Hypnosystemisch lösungsorienter Ansatz
nach M. Erikson, S. de Shazer, G. Schmidt
Der systemisch-lösungsorientierte Ansatz beachtet Systeme, Subsysteme und Themen, die in Situationen wichtig sind. Denn jedes System hat neben einer Eigendynamik und gewissen Prozessen auch das Ziel, dass das Gleichgewicht (Homöostase) hergestellt wird oder erhalten bleibt. Dieser Balanceakt kann offen, durchlässig oder verdeckt passieren. Der systemische Ansatz besagt, dass dem Menschen die Wirklichkeit nicht zugänglich ist. Jeder Mensch konstruiert sich die Wirklichkeit in einem autopoietischen Prozess. In der Supervision, Beratung oder im Coaching geht es somit um die De-, Um- und Neukonstruktion von Mustern.
Es geht ums gezielte Suchen nach Perspektiven, Aktivieren von Ressourcen und darum, spielerisch Lösungen zu erforschen, um Eigenverantwortung, Selbststeuerung und -organisation zu erhöhen. Die Begleitung soll die Transparenz verbessern sowie Lern- und Veränderungsprozesse initiieren - durch einfühlendes Hinterfragen und Klären der Situation und auch durch Abgrenzen von Nichtdienlichem.

Steve de Shazers Ansatz verfolgt das rasche Finden von praktikable Verbesserungen im Alltag, statt Ursachen zu zerlegen. Gunther Schmidt verbindet Milton Erickson (Hypnose/Alltagstrance) mit systemischem Denken, indem er beim Verändern eine optimale Balance zwischen gewünschten neuen Mustern und dem elastischen Nutzen (Utilisieren) alter Muster initiiert.
Gewaltfreie Kommunikation
nach Marshall B. Rosenberg (Gesprächstherapie)
Die „Gewaltfreie Kommunikation“ (GfK) nach Marshall B. Rosenberg basiert auf der humanistischen Psychologie. Rosenbergs Lehrer war Carl Rogers (personenzentrierte Gesprächstherapie). Rosenberg wurde von Gandhi und Martin Luther King beeinflusst. Er war ein international bekannter Autor und Konfliktmediator.
Die „Gewaltfreie Kommunikation“ hilft, Differenzen friedlich zu lösen. Es geht darum, Gedankenmuster aufzulösen, die zu Ärger, Depression und (verbaler) Gewalt führen. Die „Gewaltfreie Kommunikation“ ist eine Haltung, die dem Denken und Handeln zugrunde liegt. Die meisten Menschen wollen zum Wohlergehen anderer beitragen. Was ihnen oft fehlt, ist die Strategie dazu. Die GfK gründet auf Carl Rogers Basisvariablen „Akzeptanz“, „Empathie“ und „Kongruenz“.

Rosenberg unterscheidet zwischen Wolfs- und Giraffensprache. Der Wolf sucht die Schuld bei sich oder bei anderen. Die Giraffe hinterfragt Gefühle und Bedürfnisse bei sich und beim Gegenüber auf Basis urteilsfreier Beobachtungen.
Konzept der Selbstwirksamkeit
nach Albert Bandura (Verhaltenstheorie)
Die eigene Selbstwirksamkeit hängt von der subjektiven Überzeugung ab, für welche Verhaltensweisen sich Menschen entscheiden, wie viel Anstrengung sie aufwenden und wie viel Ausdauer sie haben, wenn Hindernisse und Misserfolge auftreten. Ferner hängt sie davon ab, ob während des Tuns verhaltensförderliche oder -hinderliche Gedankenmuster ablaufen. Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit erwarten von sich, dass sie unerwartete Situationen und schwierige Probleme lösen können.
Von der Selbstwirksamkeit abhängig ist auch das Ausmaß an Stressempfinden. Das Konzept der Selbstwirksamkeit berücksichtigt die Umwelt genauso und ob sie von den Menschen förderlich oder hemmend erlebt wird. Somit sind Entscheidungen, durchzuhalten oder aufzugeben, nicht nur von der Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten oder Unfähigkeiten abhängig.
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Das "Integrative Modell"
in der Gestaltberatung, Supervision und im Coaching
Im integrativen Modell (nach Perls, Petzold, Schreyögg) steht das unmittelbare Erleben im Hier und Jetzt sowie der Kontakt mit anderen Menschen im Vordergrund.
Die Methode hilft belastende Situationen im geschützten Rahmen zu erkennen und zu verarbeiten. Die Basis dazu bilden die „5 Säulen der Identität“ nach Petzold (1993).
In der Begleitung geht es darum, Erkenntnisse zu gewinnen, die Veränderung und Neuorientierung ermöglichen. Eine wesentliche Rolle davor spielen bewusstes Wahrnehmen innerer und äußerer Realitäten sowie das Erfassen und Verstehen dieser. Erst dann ist es Menschen möglich, sich „das Erleben erklären zu können“ und sprachliche und handlungsgeleitete Prinzipien abzuleiten, die zu neuer Wirksamkeit führen.

© Barbara Pototschnig – Training . Supervision . Beratung . Coaching
Das integrative Modell verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und beinhaltet analytische, humanistische, körperbezogene, verhaltens- oder systemorientierte Theorien. Welcher Ansatz in der Begleitung in den Vordergrund rückt, wird im Erstgespräch herausgefunden und situationsbedingt adaptiert. Wichtig dabei ist, dass Vertrauen hergestellt wird für eine tragfähige Arbeitsbeziehung.
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